RedBull Coast 2 Coast

Nach einer schönen und mit der Kitetrophy siegreich beendet Sommersaison stand Anfang September das letzte Sommerhighlight des Jahres 2013 an:

 

Mehrere hundert Kitesurfer waren dem Aufruf von Red Bull zur Teilnahme am „Coast2Coast“-Event gefolgt. Im Vorfeld hatten sich so viele Kiter beworben, dass die Teilnehmerzahl anhand von Wettkampfrankings für Professionelle Kitesurfer und mittels Losverfahren für ambitionierte Kitesurfer reduziert werden musste. Was dann am Nordstrand von Fehmarn am 7.September gegen 14.00 Uhr begann war das größte Kitesurfrennen der bisherigen Kitesurfgeschichte.

 

Red Bull hat wieder einmal dafür gesorgt, dass Aufsehenerregendes passiert!

Allein die Atmosphäre, die einen empfing, als man in die Nähe des Strandes kam, an dem es losging, war unbeschreiblich. Ein super organisiertes Event mit dann insgesamt 348 Kites am Himmel, die ihren Weg von Niobe an Fehmarns Nordstrand nach Lalandia in Dänemark fanden.

 

Zwischen den beiden Küsten liegen ungefähr 20 Kilometer Wasser. Man könnte also von fast zwei Marathonläufen auf dem Wasser sprechen.

Bevor es an den Start ging gab es neben den üblichen Ein- und Anweisungen doch noch ein paar außergewöhnliche Infos zum Rennen. Man ist ja nicht alle Tage mit über 300 Kitern auf dem Wasser unterwegs.

Und: Sicherheit ging auch bei diesem Rennen absolut vor. Alle Teilnehmer wurden von Restube mit einem Rettungspaket ausgestattet. Sollte man in Schwierigkeiten kommen, hätte man die kleine aufblasbare Rettungsboje bei sich, die einem als Schwimm- und Überlebenshilfe dienen kann. Alle Teilnehmer befestigten ihr kleines Restube-Päckchen am Trapez und machten sich frisch gestärkt (Red Bull!) auf den Weg zur Startlinie.

 

Ein Helikopter kreiste über der Startlinie, ein Jetski gab das Signal zum Start des längsten und größten Kiterennens der Welt.

 

Mit meinem Speed 3 in 12qm und meinem Inkognito Raceboard hatte ich einen ziemlich guten Start. Und: Irgendwie macht es sich dann doch bemerkbar, wenn man ein paar sonnige und windige Tage mit Training und Wettkämpfen gerade hinter sich hat.
Meine Kondition war gut und ich startete voller Energie Richtung Dänemark.
Schon zu Beginn des Rennens konnte ich mich, wie glücklichweise fast die ganze Zeit über, immer wieder mal kurz umdrehen, um mit einem Blick über die Schulter den mit farbenprächtigen Kites geschmückten Himmel zu sehen. Jeder Blick nach hinten ein gigantisches Bild!

 

Blickte ich Richtung Dänemark, wurde mir manchmal kurz etwas mulmig zumute: Riesige und endlos lang erscheinende Überseeschiffe, die stockwerkhoch Container geladen hatten, kreuzten die Rennstrecke.

Ausweichen und an diesen schwimmenden Hochhäusern vorbei fahren ist ja das Eine. Womit manche Teilnehmer nicht gerechnet hatten ist die Windabdeckung, die diese Giganten der Meere erzeugen. Fährt man direkt hinter ihnen wieder in den Wind, kann es einen schon mal ordentlich durchschütteln. Diese Probleme konnte ich mir glücklicherweise durch Ausweichmanöver ersparen.

 

 

Trotz des ausreichenden Trainings, das ich hinter mir hatte, machten sich bereits kurz vor der dänischen Küste meine Waden bemerkbar.

Mit leichtem Brennen in den Beinen sah ich dann endlich knapp 200 Meter vor der Dänischen Küste die zwei Bojen, die umfahren werden mussten.

Ich war total happy als ich nach gut 35min die Bojen sehen konnte!

Das bedeutete Halbzeit. Aber keine Pause. Bojen umfahren und zurück Richtung Deutschland!

 

Für mich gab es nur eins: Mit Vollgas zurück. Von Wellental zu Wellental.

 

Besonders auf dem Rückweg machte das Thema Orientierung manchen Teilnehmern zu schaffen. Wenn man kilometerweit von der Küste entfernt ist und nur Wasser vor sich sieht, muss man schon bestens konzentriert sein, um den Kurs zu halten. Von Wegweisern, Bojen oder Begleitbooten keine Spur!

 

Auch auf dem Rückweg war ich an der Spitze des Fahrerfeldes. Ein unglaublich irres Gefühl, das mich auch noch auf den letzten Kilometern beflügelt hat. Ich war doch ziemlich erschöpft, als ich etwa einen Kilometer vor dem Ziel den Helikopter über der Ziellinie kreisen sah. Aber ich wusste: Gleich habe ich es geschafft!

 

 

Und ich habe es geschafft! Und dazu noch auf dem 8.Platz. Man könnte auch sagen, dass es der 5.Platz der Raceboardfahrer war, denn die ersten drei Plätze wurden ausschließlich durch Hydoilfahrer belegt. Aber egal ob 5. oder 8. Platz, ich kam total glücklich unter dem Applaus von tausenden Zuschauern über die Ziellinie.

 

Nicht für alle Fahrer endete das Rennen so glücklich: Weit über 100 Teilnehmer mussten mit der Fähre von Dänemark zurückgebracht werden.

Wie gut, dass nichts Schlimmes passiert ist.

 

Ich freue mich riesig über meinen 8.Platz. Und es macht mich auch stolz, dabei gewesen zu sein! Beim Red Bull Coast2Coast-Rennen!

 

Ein paar Tage werde ich mich nun entspannen.

Und dann lasse ich wieder die Waden brennen ;) .

Diesmal dann aber auf Land.

Mit der KLB Open in Berlin geht es erstmal weiter.

Und dann geht es zum BKSA-Endlauf nach England!

Fotos by: https://www.facebook.com/benjaminnolte.photography

http://benjaminnolte.de/

 

 

 

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Date

13. Januar 2017